Der alte Nakesendo

Heute geht’s ca 12 km auf dem alten Nakesendo (der alte Postweg von Kyoto nach Tokyo). Der Grund für meine Nacht in Magome. Die Strecke zwischen Magome und Tsumago ist am besten erhalten und daher am meisten besucht/empfohlen. Ca 8 km und leicht zu gehen (bisschen Steigung). Ich hänge noch die km nach Nagiso dran, weil ich dann direkt in eine Bahn springen kann.

Erst einmal gibt es (westliches) Frühstück. Übrigens hat mein Zimmer mit HP 65 Euro gekostet, auch dafür, dass es kaum Unterkünfte hier gibt und es Wochen/Monate vorher ausgebucht ist, ist es echt extrem fair. Keiko bietet zudem das Zimmer auch für Einzelgäste an, womit ihr ein weiterer zahlender Gast verloren geht. (2 Personen ist fast doppelter Preis). Falls mal jemand hierhin kommt – Guest House Motomiya, ganz klare Empfehlung
Keiko macht das seit 6 Jahren (3 war leider fast nichts durchs Corona ins Japan hatte ja fest Grenzen geschlossen). sie macht es mit Herzblut. Sie macht von jedem Gast ein Polaroid und dann kann man noch einen pin in seine Heimat stecken. Das hier ist alleine 2023
Frühstück hatte ich um 7 und um ca 7:45 geht’s los, sodass ich um 8 den kurzen trek starten kann. Es lohnt sich. Noch fast keine Menschen unterwegs (2-3 im Café) und ich habe den Weg fast für mich alleine. Auch alle Shops haben noch zu
Ich läute natürlich jede Bärenglocke. Aber nur ein wild bellender Hund hat mich mal überrascht. Die Japaner gehen den Weg übrigens mit klingelnden Wanderstöcken, wegen der seit Jahren nicht gesehenen Bären. Aber ein bisschen nervös war ich die ersten Minuten schon, frühmorgens und alleine. Könnte ja sein, dass die Bären in der Corona Zeit die Ruhe genossen und die Morgenstunden wieder für sich erobert haben. 🤪
Wer übrigens eine pure Waldweg Wanderung erwartet, ist hier falsch. Der Weg verbindet verschiedene kleine Orte miteinander, teile werden auch als Auto Straße genutzt und ansonsten wird der Weg wiederholt gequert von der neuen Straße
Ich fand es toll 🙂
Es gibt in Japan einfach gefühlt überall saubere, kostenlose öffentliche Toiletten, auch hier auf dem Weg in den Orten. Das hier ist als Beispiel eine Karte von einem kleinen Teil von Tokio.
Und nach guten 3 Stunden (trotz vieler Foto und „ah, ist das schön hier“ stops, bin ich in nagiso und schlage die 1,5 Stunden bis zum Zug mit reisbällchen, roten Bohnen, Eis und grünem Tee tot. 500 Yen, ca 3,40euro
Kaffee und Zeug was sich als Energy Drink rausstellt, und los in die Züge. Nagiso-Nakatsgawa-Nagoya-Takaymama. Alles im JR pass drin, aber keine Schnellzüge
Melon Pan und mein Gepäck in Nagoya geholt. Der Zug nach Takayama gibt sogar zwischendurch Infos zu Landschaft
Und auch die muss sich nicht verstecken
Mein Zug zeigt an wo was ist…
…und während er fährt sogar, was er grad nutzt
Echt schön
Mein Hotel in Takayama ist tatsächlich den japanischen Gepflogenheiten treu und daher Schuhe in Schließfächer und ab in Socken durchs Hotel (erst nach der Eingangshalle)
Mein Zimmer für 2 Nächte, wohlgemerkt Weitwinkel, aber dennoch größer als in Tokyo und für eine Person auf jeden Fall super.
Bisschen den Ort erkunden bevor es dunkel wird. Recht leer, nur ein paar Touristengruppen, aber die verlaufen sich gut
Wie oft alles gut beschildert
Sogar am Boden
Mega lecker Tofu gegessen in nem kleinen Laden, hier hat einiges zu, vielleicht auch weil grad goldene Woche war. Essen findet man dennoch ein Masse (700 yen, 4,80eur)
Mini Markt halb leer gekauft und ab ins Hotel
Man beachte – kostenlose ramen. Waren auch essbar, aber einen Tag hat gereicht
Hier gibt es oft Yukata (wie Kimono nur Baumwolle und Schlichter – zum in Onsen gehen, im Hotel rumlaufen, anscheinend aber auch mittlerweile im Sommer zum Picknick und feiern und so). Hier im Hotel gibt es Samue. Auch nett
Der Look für den Onsen Weg
Gibt hier je einen Onsen für Männer und Frauen und zusätzlich 3 private. Wenn einer frei ist, kann man rein. Ich hatte Glück. Man duscht sich vorher und in öffentlichen sind meist Tattoos verboten (wird mit den Yakuza verbunden, also quasi japanische Mafia)

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