Eine Runde durch Muscat

Was gestern nicht im Blog stand, kaum dass wir nach dem Schnorcheln wieder Internet hatten, kamen die ersten Nachrichten von Angriffen auf den Iran, schnell gefolgt von versuchten Angriffen des Irans in den VAE. Oman gilt als recht sicher, weil es Vermittler war, quasi ein bisschen Schweiz. Aber dennoch war uns mulmig und wir haben nach Rückflügen gesucht, irgendwohin nach Europa, ohne Stopp in den VAE. Unser Flug wäre über Doha mit Besuch einer Freundin dort und vor allem auch noch unbestätigt gewesen durch besondere Tarife. Wir hatten Glück und noch einen Flug für Donnerstag, wenn unsere Tour endet gefunden, nach Amsterdam direkt mit Oman air. Wir haben den gebucht, tatsächlich die teuerste Option wo eine Storno nur 90 Euro kostet, dennoch günstig für gut 530 Euro.

Seit gestern war Tagesschau liveblog, News aus Katar, Oman und Dubai vor allem mein ständiger Begleiter. Und die Hoffnung, dass sich die Lage schnell entspannt.

Ab zum Frühstück, bevor um 8:30 die Tour startet. So richtig viel ausschlafen konnten wir noch nicht 😬

Und dann ging es los zum offiziellen Start der Tour. Diesen Tag noch in Muskat, morgen soll es dann losgehen aus Muskat raus.

Jamal holt uns und 6 andere ab, 2 Australier sollen noch morgen kommen, weil ein Flug nicht so geklappt hat (aus Gründen). Wir sind überrascht, dass sie wirklich noch einreisen wollen, aber wer weiß, vielleicht sind sie ja in Dubai gelandet und wollen verständlicherweise dann doch lieber in den Oman.
Und los geht’s zur Sultan Qabus-Moschee, gebaut von 1996-2001 und groß
Platz für 20.000 Gläubige und morgens von 8-11 für Touristen geöffnet
Hier ist der Raum für die Frauen
Modernität sieht man auch daran, dass hier hinter die Klimaanlagen sind.
Die Linien zeigen immer je einen Gebetsplatz an, Schulter an Schulter gen Mekka, der Boden bleibt kühl und man kann hier auch ein Dach rüber fahren
Vor allem der Hauptgebetsraum ist beeindruckend, allein der Teppich wiegt wohl 21 Tonnen. Die Materialien sind die besten aus aller Welt, das internationale war wohl wichtig, um die Verbindung zu zeigen
Jamal hat nicht nur Foto Anleitungen gegeben, Fotos gemacht, sondern auch ein Selfie 😬
Eine Bücherei gibt es auch in der Moschee, mit vielen Büchern, Arbeitsplätzen und Computern, für alle nutzbar und kostenlos (gegen ein Lächeln)
Weiter geht’s zum Merhat Souk, der war schön leer, dank Ramadan. Ramadan macht man laut Jamal aus 3 Gründen: Gesundheit, Verbundenheit mit den Ärmeren und caritative Gründe, man soll dann auch geben, sei es nur ein Lächeln.

Wir wollten nichts kaufen und sind einfach nur kurz durchgelaufen und waren am Hafen

Der ist nur für den Sultan, der für Kreuzfahrtschiffe ist außerhalb. Das Böötchen ist für den Sultan
Dann waren wir bei einem Museum (extra Kosten) auf das wir keine Lust hatten, in der Moschee haben wir schon viel gestanden und zugehört. Wir saßen in der Nähe und haben noch die Mini Stadt fotografiert
Ab zum Palast
Nur ein Foto stopp
Dann ging es zur Oper und auch da wollten wir nicht gegen Eintritt eine Führung, sind rumgelaufen in Galerien und waren froh. Wir fragen uns, was man 1,5 Stunden in einer Oper angucken kann. Musik gab es wohl keine 🤪

Laut Beschreibung, sollten wir um 13:00/13:30 wieder am Hotel sein, tatsächlich waren wir es um 15 Uhr.

Wir haben etwas Pause gemacht und wollten dann einfach mal bei der Deutschen Botschaft vorbeischauen. Die war nur 500 Meter entfernt. Leider durften wir nicht hin, die Straße war durch Polizisten abgesperrt. Nachdem wir dann auf goggle gesehen haben, dass die iranische und die amerikanische Botschaft direkt nebeneinander in der gleichen Straße sind, haben wir verstanden warum.

Abends gab es Snacks aus dem Supermarkt. Samosa, Ei in Blätterteig, Hähnchen Brötchen und Kartoffelbrot. Alles echt lecker

Und was Süßes

Dann haben wir gepackt, nicht wirklich in yay Stimmung, aber aus der Stadt raus, weg vom Botschaftsviertel scheint ja nicht verkehrt. Und wurde auch zugesagt, dass wir 2 Stunden vor Abflug am Flughafen wären am letzten Tag. Nachdem die Tour aber viel länger ging und grundsätzlich bei Ramadan die Zeiten etwas träger/länger zu sein schienen, war ich nicht so ganz überzeugt. Wir hatten wiederholt nach früheren Flügen geguckt, aber mittlerweile waren die frühesten Flüge schon eine Woche später. Manchmal war ganz kurz was drin und direkt wieder weg.

Dann kam eine erneute Warnung vom auswärtigen Amt (seit gestern standen wir auch in der Krisenvorsorgeliste). Also noch mal überlegt, spät abends, wirklich die Tour machen? Oder hoffen, dass man einen früheren Flug bekommt? Die anderen Leute auf der Tour und der Guide schienen entspannt. Unsere Hauptbedenken waren den Flug dann doch nicht zu bekommen oder auch dass der Luftraum auch im Oman gesperrt wird. Dann wäre Ausreise äußert schwierig. Reise genießen unter den Umständen – schwierig. Es wäre doch oft schöner durchgehend mit der Einstellung „wird schon gutgehen“ durchs Leben zu gehen.

Da wir echt müde und durch waren hat ein Anruf mit Katharina und Sebastian geholfen die endgültige Entscheidung zu treffen: Tour absagen, in Muskat bleiben (Hotel weit entfernt von Botschaften) und entweder den Flug am Donnerstag sicher bekommen oder magisch einen früheren bekommen.